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Lesbarkeitsindex


Lesbarkeitsindex

Lesbarkeitsindex Definition

Ein Lesbarkeitsindex ist eine Formel oder ein Verfahren, mit dem versucht wird, die Lesbarkeit eines Textes formal zu bestimmen.

Verfahren

Die ersten Lesbarkeitsformeln wurden für die englische Sprache entwickelt, es gibt sie aber auch für andere Sprachen wie Deutsch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch und Schwedisch. Generell lässt sich sagen, dass alle Lesbarkeitsformeln sprach- und textgenrespezifisch sind, sich also z. B. der Flesch-Reading-Ease-Index nicht in unveränderter Form auf deutschsprachige Texte anwenden lässt. Es ist aber möglich, diesen und andere Indizes für andere Sprachen neu zu kalibrieren und dann angemessen zu verwenden.[1]

Für die englische Sprache existieren über 200 Verfahren.[2] Die folgende Liste deckt nur die populärsten ab:

Flesch-Reading-Ease

Der Lesbarkeitsindex Flesch-Reading-Ease, auch Flesch-Grad genannt, ist ein numerischer Wert für die Lesbarkeit, der aus einem Text berechnet werden kann. Je höher der Wert ist, desto leichter verständlich ist der Text. Gut verständliche Texte weisen einen Wert von etwa 60 bis 70 auf. Die Flesch-Reading-Ease ist dabei in ihrer Berechnung auf die englische Sprache abgestimmt. Sie berechnet sich nach folgender Formel:[3]

mit:

  • ASL. Die durchschnittliche Satzlänge (Average Sentence Length) ergibt sich, indem die Anzahl der Wörter im Text durch die Anzahl der Sätze des Textes dividiert wird.
  • ASW. Die durchschnittliche Silbenanzahl pro Wort (Average Number of Syllables per Word) ergibt sich, indem die Silbenanzahl des gesamten Textes durch die Anzahl der Wörter im Text dividiert wird.

Das Verfahren wurde von Rudolf Flesch entwickelt.[4]

Toni Amstad konnte die Formel auf die deutsche Sprache übertragen.[5] Dabei musste vor allem der Wortfaktor neu berechnet werden, da die deutschen Wörter im Schnitt länger sind als englische, während die Sätze etwa gleich lang sind. Die Definition seiner Formel:

Die folgende Klassifizierung bzw. Tabelle zeigt eine grobe Einordnung bezogen auf das Alter bzw. die Ausbildung.

Flesch-Reading-Ease-Score
Von … bis unter …
Lesbarkeit Verständlich für
0–30 Sehr schwer Akademiker
30–50 Schwer
50–60 Mittelschwer
60–70 Mittel 13–15-jährige Schüler
70–80 Mittelleicht
80–90 Leicht
90–100 Sehr leicht 11-jährige Schüler

Flesch-Kincaid-Grade-Level

Dieser Lesbarkeitsindex versucht, wie der Gunning-Fog-Index (s. u.), die Lesbarkeit auszudrücken in der Anzahl Schuljahre, die ein Leser absolviert haben muss, um den Text zu verstehen. Er ist auf die englische Sprache und das US-amerikanische Schulsystem abgestimmt. Der Flesch-Kincaid-Grade-Level berechnet sich wie folgt:

ASL und ASW wie unter Flesch Reading Ease erklärt.

Wie man leicht nachrechnet, hat die Satzlänge beim FKGL einen größeren Einfluss auf den Index als beim FRE. Bei beiden Indices dominiert jedoch die Wortlänge, was auch die begrenzte Anwendbarkeit auf die deutsche Sprache mit ihren vielen zusammengesetzten Wörtern erklärt.

Beispiel:

Der nicht allzu schwer zu verstehende Satz: „Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, Köpfchen unters Wasser, Schwänzchen in die Höh.“ hat 14 Wörter und 22 Silben, damit entspricht ASL dem Wert 14 und ASW dem Wert 1,57. Es ergeben sich die folgenden Lesbarkeitsindex-Werte:

Gunning-Fog-Index

Der von Robert Gunning[6] entwickelte Fog-Index gibt ebenfalls ungefähr die Anzahl der Schuljahre an, die ein Leser absolviert haben muss, um den Text verstehen zu können. Der Gunning-Fog-Index ist dabei ebenfalls in seiner Berechnung auf die englische Sprache und in seiner Interpretation auf das US-amerikanische Schulsystem abgestimmt. Er berechnet sich nach folgender Formel:

mit W: die Anzahl der Wörter im Text, S: die Anzahl der Sätze im Text, D: die Anzahl aller Wörter im Text, die mindestens drei Silben haben

Das Verfahren und die genauen Kriterien lauten in Worten:

  1. Eine Textstelle mit mindestens 100 Wörtern Länge wird ausgewählt und die genaue Anzahl der darin enthaltenen Wörter bestimmt. Selbstverständlich kann auch der ganze Text bearbeitet werden, was allerdings in einem erheblichen Mehraufwand resultieren kann.
  2. Die durchschnittliche Satzlänge wird berechnet, indem die Anzahl der Wörter durch die Anzahl der Sätze in der Textstelle geteilt wird.
  3. Die Anzahl der Wörter mit drei Silben oder mehr pro 100 Wörtern wird bestimmt. Ausgenommen von dieser Zählung sind Eigennamen, Zusammensetzungen kurzer Wörter und Verben, die nur durch Anhängen einer Endung auf drei oder mehr Silben kommen.
  4. Die durchschnittliche Satzlänge und die Anzahl der Wörter mit drei oder mehr Silben werden addiert und anschließend mit 0,4 multipliziert.

Das Ergebnis ist der Gunning-Fog-Index.

Wiener Sachtextformel

Die Wiener Sachtextformel dient zur Berechnung der Lesbarkeit deutschsprachiger Texte. Sie gibt an, für welche Schulstufe ein Sachtext geeignet ist. Die Skala beginnt bei Schulstufe 4 und endet bei 15, wobei ab der Stufe 12 eher von Schwierigkeitsstufen als von Schulstufen gesprochen werden sollte. Ein Wert von 4 steht demnach für sehr leichten Text, dagegen bezeichnet 15 einen sehr schwierigen Text.

Die Formel wurde aufgestellt von Richard Bamberger und Erich Vanecek.

  • MS ist der Prozentanteil der Wörter mit drei oder mehr Silben,
  • SL ist die mittlere Satzlänge (Anzahl Wörter),
  • IW ist der Prozentanteil der Wörter mit mehr als sechs Buchstaben,
  • ES ist der Prozentanteil der einsilbigen Wörter.

Die erste Wiener Sachtextformel

Die zweite Wiener Sachtextformel

Die dritte Wiener Sachtextformel

Die vierte Wiener Sachtextformel („im Hinblick auf die Jahrgangsstufe“)

Das Beispiel mit den Entchen liefert mit der ersten WSTF einen Index von 3,8

Zur theoretischen Begründung

Lesbarkeitsformeln sind in der Forschung weitgehend etabliert. Viele, die sich mit Lesbarkeitsformeln befassen, stellen sich dennoch die Frage, wieso man bei Berücksichtigung nur sehr weniger Kriterien Aufschluss über die Lesbarkeit von Texten erhalten kann. Man hat ja doch leicht den Eindruck, dass Wort- und Satzlänge keine besonders triftigen Kriterien sein sollten. Schaut man sich aber an, mit welchen anderen Kriterien diese beiden genannten – und andere – verknüpft sind, kann man erkennen, dass zwar nur zwei Texteigenschaften direkt gemessen werden, damit aber indirekt eine ganze Reihe andere ebenfalls berücksichtigt werden.[7]

Automatische Bestimmung von Lesbarkeitsindizes

Die meisten frühen Lesbarkeitsformeln wurden ursprünglich für die manuelle Auswertung konzipiert. Daher rührt auch der in einigen Veröffentlichungen gegebene Vorschlag, Stichproben von 100 Wörtern zu nehmen. Die automatische Bestimmung der Lesbarkeit von Texten ist ein Feld der Sprachtechnologie. Je nach Formel werden dabei verschiedene Ansprüche an ein Computerprogramm gestellt. Während das Erkennen von Satzgrenzen als Voraussetzung für das Zählen von Sätzen meist zuverlässig arbeitet, ist schon das richtige Auftrennen des Eingabetextes in Wörter (Tokenisierung) häufig unklar. Auch das Zählen von Silben kann mit dem Computer nur näherungsweise bewerkstelligt werden. Da auch Menschen Fehler machen, sind die ursprünglichen Formeln automatisch so abgestimmt, dass sie diese Fehler mehr oder minder tolerieren. Computer hingegen machen andere Fehler als Menschen, daher müssten die Konstanten in den Formeln eigentlich angepasst werden. Weniger anfällig für diese Problematik sind neuere Formeln, die von vornherein für die automatische Auswertung konzipiert wurden.[8]

Siehe auch

Literatur

  • Ralf Lisch, Jürgen Kriz: Grundlagen und Modelle der Inhaltsanalyse. Bestandsaufnahme und Kritik. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1978, ISBN 3-499-21117-3, S. 176 ff.
  • Richard Bamberger, Erich Vanecek: Lesen – Verstehen – Lernen – Schreiben. Jugend und Volk, Wien; Diesterweg, Frankfurt 1984.
  • Klaus Merten: Inhaltsanalyse. Einführung in Theorie, Methode und Praxis. 2., verb. Aufl. Westdeutscher Verlag, Opladen 1995, ISBN 3-531-11442-5, S. 175 ff.
  • Jaan Mikk: Textbook: Research and Writing. Lang, Frankfurt u. a. 2000. ISBN 3-631-36335-4.

Weblinks

Es gibt verschiedene Online Tools, um den Lesbarkeitsindex eines Textes zu ermitteln.

Einzelnachweise

  1. Arend Mihm: Sprachstatistische Kriterien zur Tauglichkeit von Lesebüchern. In: Linguistik und Didaktik. 4, 1973, 117–127.
  2. W. H. DuBay: The Principles of Readability. Impact Information, Costa Mesa, California 2004 impact-information.com (PDF; 1,7 MB).
  3. Rudolf Flesch: A New Readability Yardstick. In: Journal of Applied Psychology. 32, Nr. 3, 1948, S. 221–233.
  4. Ralf Lisch, Jürgen Kriz: Grundlagen und Modelle der Inhaltsanalyse. Rowohlt, Reinbek 1978, ISBN 3-499-21117-3, S. 180 ff.
  5. Toni Amstad: Wie verständlich sind unsere Zeitungen? Universität Zürich: Dissertation 1978.
  6. Robert Gunning: The Technique of Clear Writing. Revised Edition. London: McGraw-Hill, 1968, S. 38.
  7. Karl-Heinz Best: Sind Wort- und Satzlänge brauchbare Kriterien der Lesbarkeit von Texten? In: Sigurd Wichter, Albert Busch (Hrsg.): Wissenstransfer: Erfolgskontrolle und Rückmeldungen aus der Praxis. P. Lang, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-631-53671-1, S. 21–31.
  8. Niels Ott: Information Retrieval for Language Learning. An Exploration of Text Difficulty Measures Master-These in Computerlinguistik. Eingereicht am Seminar für Sprachwissenschaft, Universität Tübingen, 2009.

Lesbarkeit

Lesbarkeit Definition

Für die Lesbarkeit ist der Verfasser verantwortlich, für die Leserlichkeit der Schriftsetzer.

Die Lesbarkeit ist, neben der Leserlichkeit, der inhaltlichen Struktur und dem Aufbau von Texten eines von mehreren Kriterien für die Textverständlichkeit. Sie beruht auf der sprachlichen Gestaltung (u. a.: Wort- und Satzkomplexität, Wortschatz) und ist damit eines der Kriterien dafür, wie einfach sich ein Text lesen, verstehen und nachvollziehen lässt. Oft wird „Lesbarkeit“ auch mit „Verständlichkeit“ gleichgesetzt.

Der Leseprozess wird allerdings außer von der Lesbarkeit bzw. Verständlichkeit auch von Kriterien beeinflusst, die nicht auf Seiten des Textes selbst liegen, sondern auf Seiten des Lesers, so die Sprachfähigkeiten, die thematischen (Fach-)Kenntnisse und Interessen des Lesers und seine Konzentration. Daher kann ein und derselbe Text für jemanden völlig unverständlich und für eine andere Person sehr leicht nachvollziehbar sein. Auch ungeeignete Schriftgröße kann erschwerend wirken, z. B. bei Kleincomputern oder E-Books.

Lesbarkeits- bzw. Verständlichkeitskriterien

Erkennbarkeit – Typografie

Die Erkennbarkeit eines Textes wird durch sein Medium (Papier oder Bildschirm) und die Darstellung bestimmt. Die Leserlichkeit eines Textes wird beispielsweise durch die verwendete Schrift, Schriftgröße und -farbe, Buchstaben- und Wortzwischenräume, Zeilenlänge und Zeilenabstand oder Worttrennungen beeinflusst. Sie lässt sich unter anderem dadurch messen, in welcher Geschwindigkeit ein Text gelesen werden kann. Dabei spielt die Erkenn- und Unterscheidbarkeit der einzelnen Zeichen eine entscheidende Rolle.

Leider gibt es kaum wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema, es haben sich aber in der langen Geschichte der Typografie einige durch Erfahrungswerte oder Tradition geprägte Regeln herausgebildet, die heute große Anerkennung genießen.

Bei Fließtexten gelten Serifenschriftarten als besser lesbar. Eine Ausnahme sollen hier Leseanfänger darstellen, von denen gesagt wird, dass sie durch Serifen irritiert werden können. Daneben gibt es einen Zusammenhang zwischen Schriftgröße und Schriftfamilie: Sehr große Typen, wie sie in Überschriften, Reklametafeln usw. verwendet werden, sind üblicherweise serifenlos, bei Fließtext normaler Größe wählt man zumeist Serifenschriften. Sehr kleine Schriften wiederum kann man der gängigen typografischen Lehre nach besser entziffern, wenn die Serifen entfallen.

Sonderfälle sind Schriften für elektronische Displays und Bildschirme mit ihren relativ groben Pixel-Rastern: Hier müssen die Typen zu Gunsten der Lesbarkeit für das vorgesehene Medium optimiert werden, was bei sehr kleinen Serifenschriften kaum möglich ist. Aus diesem Grunde empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), für barrierefreie Webseiten serifenlose Schriften zu verwenden.

Wenn bei der typografischen Gestaltung von Publikationen der eigentliche Text noch nicht vorliegt, kann die Lesbarkeit des allgemeinen Layouts auch mit Hilfe von Blindtext beurteilt werden.

Lesbarkeit – Satzbau und Sprachstil

Auf die Lesbarkeit und damit auch auf die Verständlichkeit insgesamt haben unter anderem die mittlere Wortlänge (Anzahl der Silben pro Wort), Satzlänge (Anzahl der Worte pro Satz), die Satzteilstellung sowie der Anteil an seltenen Wörtern und Fremdwörtern starken Einfluss.

Für englische Texte, später auch für andere Sprachen, wurden verschiedene Formeln zur Bestimmung der Lesbarkeit (Lesbarkeitsindex) vorgeschlagen, bei denen z. B. Silben und Satzlängen gezählt werden. Der errechnete Wert drückt z. B. das Alter oder die Klassenstufe aus, ab der ein Kind den Text verstehen sollte, oder ist einfach nur eine Kennzahl, die verschiedene Texte mehr oder weniger vergleichbar machen soll.

Außerdem spielen Art der Darstellung, logische Gedankenführung, Ausdruck – aber auch die Vorkenntnisse des Lesers – eine Rolle.

Nachvollziehbarkeit – Komplexität

Die Nachvollziehbarkeit eines Textes bezieht sich darauf, wie schnell sich seine Aussage für den Leser in ihrer Bedeutung erschließt.

Lesbarkeit und Fehler

Fehler reduzieren die Lesbarkeit. Dies gilt für unterschiedliche Fehlerarten, wie Rechtschreib- und Grammatik­fehler oder inhaltliche Fehler. Dank der Redundanz des Texts können sie jedoch oft beim Lesen kompensiert werden. Das kann so weit gehen, dass ein Text genau genommen das Gegenteil dessen aussagt, was er bedeutet (zum Beispiel durch falsche Anwendung der Negation), aber trotzdem richtig verstanden wird. Durch häufige Fehler kann neben der Lesegeschwindigkeit auch die Aufnahmebereitschaft und Aufmerksamkeit für einen Text reduziert werden. Mehrdeutige Texte können leicht zur Fehlinterpretation führen. Mehrdeutigkeit kann zum Beispiel auch durch Fehlen oder falsche Anwendung von Satzzeichen entstehen.

Rechtschreibreform von 1996

Das Ziel der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 war, das Schreiben zu erleichtern bzw. die Fehlerrate zu senken, nicht jedoch, das Lesen und das Verständnis von Texten zu erleichtern. Nach einhelliger Meinung (siehe Abschnitt Verfahren zur Steigerung der Lesbarkeit) führt insbesondere die liberalisierte Kommasetzung zu erschwerter Lesbarkeit von Sätzen oder nachweislich sogar zu missverständlichen bzw. erst im weiteren Kontext verständlichen Texten. Ähnliches gilt für die Groß- und Kleinschreibung sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung und die Legalisierung der sogenannten Volksetymologie: Durch nun gleiche Schreibung unterschiedlicher Begriffe können in einigen Fällen Bedeutungsunterschiede unsichtbar bzw. erst beim weiteren Lesen aus dem Textkontext ersichtlich werden.

Zu anderen Inhalten der Reform, so z. B. der Heyseschen statt der Adelungschen Eszett-Schreibung oder dem Eindeutschen von Fremdwörtern, gibt es unterschiedliche Meinungen bzw. keine objektiven Aussagen.

Verfahren zur Steigerung der Lesbarkeit

Im Journalismus wird seit 2005 das Readerscan-Verfahren eingesetzt, um die Lesbarkeit von Print-Texten zu erhöhen. Das Verfahren erlaubt es, zeilengenau nachzuweisen, wo eine repräsentativ ausgewählte Leserschaft aus den angelesenen Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften ausgestiegen ist. Das Verfahren bietet damit eine empirische Grundlage, um die Lesbarkeit von publizierten Texten zu beurteilen. Durch Vergleich der Ausstiegsstellen mit den Kriterien der Verständlichkeit lässt sich das Ausstiegsverhalten der Leserschaft erklären. In der Softwaretechnik wird die Lesbarkeit mittels Regeln zur Formulierung und Formatierung von Quelltexten und deren Dokumentation erhöht, um ihre Wartbarkeit zu gewährleisten.

Praktische Anweisungen auch für Journalisten, die sich zum Teil auf die Erkenntnisse der Lesbarkeitsforschung stützen, gibt schon seit langem Wolf Schneider.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Karl-Heinz Best: Sind Wort- und Satzlänge brauchbare Kriterien der Lesbarkeit von Texten? In: Sigurd Wichter, Albert Busch, (Hrsg.): Wissenstransfer – Erfolgskontrolle und Rückmeldungen aus der Praxis. Lang, Frankfurt/M. u. a. 2006, ISBN 3-631-53671-2, S. 21–31.
  • Groeben, Norbert: Leserpsychologie: Textverständnis – Textverständlichkeit. Aschendorff, Münster 1982, ISBN 3-402-04298-3.
  • Jaan Mikk: Textbook: Research and Writing. Peter Lang, Frankfurt/M. u. a. 2000, ISBN 3-631-36335-4.

Weblinks

Wiktionary: Lesbarkeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Wolf Schneider: Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß. 13. Auflage. Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-19695-6.